DSL News

20.09.2006

Weitere Kritik an der GEZ-Gebühr für PCs

Nachdem sich kürzlich bereits schleswig-holsteinische Politiker gegen die Gebühr aufgelehnt hatten, gehen nun auch 14 Wirtschaftsverbände in die Offensive. In einer gemeinsamen Erklärung forderten sie die Bundesländer auf, dem schleswig-holsteinischen Vorschlag zu folgen und die Gebührenpflicht vorerst weiter auszusetzen.

Die Verbände fordern nicht nur einen Aufschub der Gebühr, sondern auch eine Anpassung an heutige Gegebenheiten. Sie bezeichneten das 50 Jahre alte Finanzierungssystem als überholt und stellten fest, dass es unmöglich sei, dass das Gebührenaufkommen mit der Zahl der Geräte zunehme, obwohl die Zahl der Nutzer gleich bleibe. Wie auch die Politiker stimmen sie für ein Modell, bei dem man für die Nutzung selbst und nicht für die Möglichkeit der Nutzung zahlt.

Internetrechner für Unternehmen unverzichtbar

"Die Empörung bei den Unternehmen darüber, dass sie ab dem 1. Januar 2007 GEZ-Gebühren entrichten müssen, nur weil ihre PCs und Handys als unverzichtbare Arbeitsgeräte internetfähig sind, ist groß", so die Wirtschaftsverbände. Auch wenn die Grundgebühr nach einem Vorschlag von ARD-Intendanten auf den Radiotarif (5,52 Euro) begrenzt sei, ändere dies nichts an der "Grundproblematik des bisherigen Systems der Rundfunkfinanzierung".