DSL News

20.03.2007

Viacom verklagt Videoportale wie YouTube

Der Mutterkonzern des Fernsehsenders MTV - das amerikanische Medienunternehmen Viacom - geht verstärkt gegen Urheberrechtsverletzungen in Internet-Videoportalen vor. Milliardenschwere Klagen erwarten die Betreiber der beliebten Webseiten.

Videoportale wie YouTube oder auch deren deutsche Varianten clipfish.de oder myvideo.de erfreuen sich seit Monaten zunehmender Beliebtheit. Insbesondere schnelle Internetverbindungen wie DSL sind perfekt dazu geeignet, sich die dort gespeicherten Filme anzuschauen oder selber welche hochzuladen.

Häufige Urheberrechtsverletzungen

So lange die Filme selbstgedreht sind, spricht rechtlich gesehen wenig dagegen, die Filme der weltweiten Internetgemeinschaft per Videoportal zugänglich zu machen. Sobald jedoch Urheberrechte verletzt werden, kann es für die Betreiber der Webseiten schnell unangenehm werden. So wurde erst kürzlich bekannt, das der amerikanische Medienkonzern Viacom die bekannteste Video-Seite YouTube auf Schadensersatz wegen Rechteverletzung verklagt. Es geht um mehrere Milliarden Dollar. Nun sehen sich auch deutsche Videoportale einer Klage des Unternehmens ausgesetzt. Bisher scheiterten alle Versuche, sich mit Viacom auf eine geregelte Nutzung des geschützten Materials zu einigen. Mit diversen anderen Fernsehanstalten konnte beispielsweise YouTube in den vergangenen Monaten Nutzungsverträge abschließen.