DSL News

14.02.2007

Verbraucherzentralen fordern verstärkte Maßnahmen gegen Spammer

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat soeben die Ergebnisse eines 16 Monate währenden Anti-Spam-Projekts vorgestellt. Unter dem Strich tut Deutschland zu wenig gegen die Flut an Spam-Mails, die fast jeder in seinem elektronischen Briefkasten erhält.

Nach Meinung der Verbraucherzentralen tut Deutschland eindeutig zu wenig, um der Spam-Flut Herr zu werden. So fehlen insbesondere harte Strafen für die Versender der Spam-Mails. Die Verbraucherzentralen fordern daher Strafen von mindestens 500.000 Euro, da nur Beträge in dieser Größenordnung nicht mehr aus der Portokasse bezahlt werden. Außerdem sollen Werbemails in Zukunft als solche in der Betreffzeile gekennzeichnet werden müssen, so die Verbraucherzentralen weiter.

Nutzer sollten Spam an die Verbraucherzentralen weitergeleitet

Während des 16-monatigen Anti-Spam-Projekts hatten die Verbraucherzentralen alle E-Mail-Nutzer dazu aufgerufen, Spam-Mails an eine Beschwerdestelle weiterzuleiten. Dort versuchte man dann, die Versender der unerwünschten Werbung herauszufinden. Über 2,4 Millionen Spam-Mails kamen so zusammen. Kein Wunder, denn immerhin erhalten sechs von zehn E-Mail-Nutzern etwa 100 Spam-Mails pro Woche. Im Endeffekt konnte die Beschwerdestelle aber nur 59 Verfahren gegen die Verursacher von Spam einleiten; in 27 von ihnen konnte eine Unterlassung erzwungen werden.