DSL News

14.12.2006

Telekom-Angebot für DSL-Zugänge auf Basis des IP-Bitstrom-Zugangs

Heute hat die Deutsche Telekom ihren Mitbewerbern die zukünftigen Konditionen für so genannte IP-Bitrom-Zugänge mitgeteilt. Damit sollen die Kosten für DSL-Zugänge ohne Telefonanschluss neu geregelt werden. Die Bundesnetzagentur muss den Konditionen zustimmen.

Bisher können Konkurrenten der Deutschen Telekom nur DSL-Anschlüsse unter eigenem Namen weiterverkaufen. Weitergehende Angebote - insbesondere mit Verzicht auf den bisher obligatorischen Telefonanschluss der T-Com - können die Wettbewerber auf Grund des fehlenden IP-Bitstrom-Zugangs nicht machen. Dennoch ist das Resale-Geschäft mittlerweile zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für die Deutsche Telekom geworden. In letzter Zeit häufen sich die Nachrichten über große Kundenverluste bei der T-Com.

IP-Bitstrom-Zugangs-Angebot der Telekom nur Durchschnitt

Aus Angst vor weiteren Kundenverlusten ist das heute vorgelegte Angebot für IP-Bitstrom-Zugänge auch nur durchschnittlich ausgefallen. Vorerst ist mit keinen großen Preisnachlässen für die Endkunden zu rechnen. Nach Meinung der Telekom wird den Wettbewerbern mit DSL-Anschlüssen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 16 Mbit/s eine ausreichend große Produktpalette geboten. Damit fehlt ihnen weiterhin die Möglichkeit, einen reinen DSL-Zugang ohne Telefonanschluss im Resale-Verfahren anzubieten. Die Wettbewerber sollen außerdem keinen Zugang zum neuen High-Speed-Netz VDSL erhalten.

Bundesnetzagentur hat das letzte Wort

Grundsätzlich ist das Angebot zum IP-Bitstrom-Zugang durch die Bundesnetzagentur genehmigungspflichtig. Aus diesem Grund und den gegensätzlichen Interessen werden schwierige Verhandlungen zwischen der Deutschen Telekom, ihren Wettbewerbern und der Bundesnetzagentur in den kommenden Wochen erwartet.