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Preise runter für DSL-Reseller
Resale-Anbieter von DSL-Anschlüssen profitieren in Zukunft von deutlich gesenkten Einkaufspreisen. Die Deutsche Telekom hat bekannt gegeben, dass die Preise für Zwischenhändler um bis zu 47 Prozent sinken. Bekannteste Resale-Anbieter sind 1&1, Freenet und GMX. Der Deutschen Telekom drohen deshalb jetzt rechtliche Konsequenzen.
"Resale" ist ein Angebot, das Zwischenhändlern ermöglicht, die DSL-Anschlüsse der Telekom zu kaufen und ihrerseits wieder weiterzuverkaufen. Anbieter wie United Internet oder auch freenet nutzen diese Möglichkeit.
Preis-Dumping
Nun hat die Telekom die Einkaufspreise für Resale-Anschlüsse deutlich gesenkt. Bisher erhielten die Zwischenhändler einen Preisnachlass von 20 Prozent gegenüber dem normalen Verkaufspreis. Nun sollen es zwischen 28 und 47 Prozent sein. Somit verdient die Telekom immerhin mindestens 11,50 Euro an jedem verkauften DSL-Anschluss. In Zeiten, in denen immer mehr Kunden mit ihrem kompletten Anschluss zu Konkurrenten wie Arcor oder Alice wechseln, besser als gar nichts.
Missbrauchsverfahren
Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) wirft der Telekom nun aber vor, mit seinen Resale-Angeboten Preis-Dumping zu betreiben und damit Festnetzanbieter mit eigenem Netz zu diskriminieren. Dem Verband gehören unter anderem Arcor, HanseNet und Versatel an. Die Anbieter fürchten, sie könnten ihre Festnetz-Geschäftsmodelle bald beerdigen, weil sie nicht mehr kostendeckend betrieben werden können. Allein für die benötigte Teilnehmeranschlussleitung (TAL) müssen die Breko-Firmen schon 12,48 Euro an die Telekom zahlen. Für den eigentlichen DSL-Anschluss betreiben die Anbieter eine eigene Infrastruktur. Damit ist ein DSL-Anschluss unter dem Strich für die Breko-Firmen zu teuer und nicht mehr wettbewerbsfähig. Breko will deshalb einen Antrag auf Feststellung des Entgelt-Missbrauchs durch die Telekom stellen.
