DSL News

09.02.2007

o2-Chef Gröger nimmt zu DSL-Geschäft Stellung

Im Gespräch mit der Business Week spricht der Chef des selbsternannten "Premium-Telekommunikationsanbieters" o2, Rudolf Gröger, über das DSL-Geschäft des Münchener Unternehmens. Neben kritischen Tönen zur aktuellen Situation gibt er auch einen Ausblick, was von o2 in punkto DSL in Zukunft noch zu erwarten ist.

Angesprochen auf die derzeitige Zufriedenheit mit dem DSL-Geschäft von o2, äußert sich Gröger ungewöhnlich kritisch. Er ist der Meinung, dass o2 den eigenen Qualitätsansprüchen bei der Bereitstellung von DSL nicht genügen kann. "Wir bedienen die Kunden nicht gut genug", so Gröger. Dennoch ist er zufrieden mit der Entwicklung des Geschäfts. Das selbst gesteckte Ziel, bis zum Ende des vergangenen Jahres 30.000 DSL-Kunden zu gewinnen, ist problemlos erreicht worden.

Ende 2007 schon 250.000 DSL-Kunden erwartet

In der nächsten Zeit plant o2 nach den Worten Grögers, die Neukundengewinnung im DSL-Markt vorerst zurückzufahren. Das Unternehmen möchte die Prozesse analysieren und schließlich optimieren. Erst danach werde bei der Kunden-Akquise wieder voll durchgestartet. Das Problem bei der Schaltung von DSL-Anschlüssen ist nach Meinung des o2-Chefs, dass zu viele Personen bzw. Unternehmen involviert sind bis der Zugang geschaltet ist. Damit seien auch die teilweise wochenlangen Wartezeiten auf den neuen o2-DSL-Anschluss bei diversen Kunden zu begründen. Trotz der Probleme sei das Ziel nicht gefährdet, bis Ende 2007 auf 250.000 DSL-Kunden zu kommen.

Vorerst kein Internet-TV bei o2

Weiterhin werden im Interview die Themen Internet-Fernsehen und Video-on-Demand angesprochen. o2 möchte seinen Kunden zuerst Videofilme auf Abruf per DSL-Leitung bieten und erst danach Internet-Fernsehen einführen. Gröger begründet dies mit der mangelnden Akzeptanz des Internet-TV, die gerade auch das T-Home-Angebot der Deutschen Telekom erfährt. Er rechne frühestens in einem Jahr damit, dass über die o2-DSL-Leitung auch Fernsehinhalte übertragen werden. Bis dahin müsse man dem Kunden den neuen Übertragungsweg für Fernsehprogramme schmackhaft machen. Dies könne über interaktive Elemente innerhalb der Programme geschehen, so Gröger.

Blockbuster auf Abruf

Vorher sollen seine Kunden aber schon die Möglichkeit bekommen, aktuelle Filme und Serien jederzeit von den o2-Servern per schneller DSL-Leitung abzurufen. Statt zur Videothek zu gehen, braucht man nur noch im heimischen Wohnzimmer Platz zu nehmen. Zu welchen Preise dieser Dienst angeboten wird, stehe noch nicht fest, so der o2-Chef.

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