DSL News

10.10.2006

Frischzellenkur für Internet Explorer und Firefox

Die beiden meistbenutzten Internetbrowser, der Internet Explorer von Microsoft und sein Konkurrent Firefox von Mozilla, erscheinen demnächst in einer neuen Version. Für den zuletzt 2001 grundlegend erneuerten Internet Explorer bedeutet die Version 7 eine Komplettüberarbeitung. Der Firefox kommt für seine zweite Auflage mit kleineren Änderungen aus.

Gut fünf Jahre ist die aktuelle 6er Version des Internet Explorers alt. Für das schnelllebige Internet bedeutet dieser Zeitraum eine halbe Ewigkeit. Microsofts Konkurrenten brachten denn auch Webbrowser auf den Markt, die nicht nur kostenlos zu haben sind, sondern auch viele sinnvolle Zusatzfunktionen gleich dabei haben. Und zudem machen Firefox und Opera das Surfen im Netz sicherer und angenehmer, weil sie sich an definierte Standards halten und besser programmiert sind. Grund genug für Microsoft, endlich wieder Anschluss zu finden.

Internet Explorer 7 mit Tabs und RSS-Newsreader

Nach langer Wartezeit steht jetzt der Internet Explorer 7 in den Startlöchern. Für Programmierer und Webentwickler stehen schon erste Vorschau-Versionen bereit, die einen guten ersten Eindruck hinterlassen. Zwar hat Microsoft die neuen Funktionen überwiegend bei seinen Konkurrenten abgekupfert, dennoch können dadurch endlich auch IE-Nutzer den Komfort des Tabbed-Browsing oder eines integrierten RSS-Newsreaders genießen. Zur Erklärung: Beim Tabbed-Browsing wird für mehrere Internetseiten nicht mehr jeweils ein extra Browserfenster geöffnet, sondern stattdessen ein so genannter neuer Tab. Dieser kleine Kartei-Reiter erscheint oberhalb der aktuell geöffneten Internetseite und wird mit einem Mausklick aktiv. Dann zeigt er den Inhalt der aufgerufenen Webseite an. Der integrierte Newsreader gibt die Schlagzeilen von Nachrichtenseiten direkt im Browserfenster wieder. Ein zusätzliches Programm wird dadurch überflüssig.

Firefox 2.0 - die Erfolgsgeschichte geht weiter

Seit Jahren ist der Webbrowser Firefox von Mozilla der ärgste Konkurrent für den Internet Explorer. Immer mehr Nutzer schwören auf den kleinen und schlanken Webbrowser, der individuell anpassbar ist. Die Gründe sind vielfältig: Mozilla ist ein Open-Source-Projekt, an dem jeder mitarbeiten kann. Unter den Entwicklern herrscht von Beginn an ein großer Ehrgeiz, einen benutzerfreundlichen und vor allem sicheren Webbrowser auf die Beine zu stellen. Dementsprechend häufig finden Updates statt, wenn Sicherheitslücken gefunden werden. Neben der Sicherheit kann der Firefox auch mit seiner Erweiterbarkeit punkten. Sein Konzept ist darauf ausgelegt, dass jeder Nutzer Firefox mit den Funktionen erweitern kann, die ihm fehlen. Ist ein solches Plug-in gut gemacht, kann es zum allgemeinen Download ins Internet gestellt werden und alle Firefox-Nutzer profitieren davon. Bestandteil der neuen Version sind somit auch einige Funktionen, die bisher nur als Erweiterung zu bekommen waren: Beispielsweise merkt sich der Browser alle noch geöffneten Tabs, wenn er geschlossen wird. Beim nächsten Surfausflug wird dann der alte Stand wiederhergestellt.

Stapellauf noch im Oktober

Sowohl Microsoft als auch Mozilla haben den Oktober als offiziellen Veröffentlichungstermin für ihre neuen Versionen des Internet Explorers und Firefox bekannt gegeben. Microsoft wird seinen neuen Webbrowser demnächst über das automatische Windows-Update verteilen, so dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis alle Windows-Nutzer die 7er Version installiert haben. Allein aus Sicherheitsgründen sollte dieses Update auch auf jeden Fall vorgenommen werden. Nutzer bisheriger Firefox-Versionen werden über die automatische Update-Funktion des Webbrowsers auf die Verfügbarkeit der neuen Version hingewiesen. Auch hier bietet sich das Update auf jeden Fall an - jedoch sollte bedacht werden, dass möglicherweise zu Beginn nicht alle Erweiterungen mit Firefox 2.0 kompatibel sind. Diese werden so lange deaktiviert, bis sie in einer aktualisierten Fassung vorliegen. Kann auf ein bestimmtes Plug-in nicht verzichtet werden, sollte das Update auf die neue Firefox-Version möglicherweise einige Zeit vertagt werden.