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Frequenzen für WIMAX-DSL vergeben
Für 56 Millionen Euro haben fünf Unternehmen Lizenzen für die neuen WiMAX-Funknetzwerke ersteigert. Drei von ihnen haben angekündigt, in den nächsten Jahren ein bundesweites Funk-DSL-Netz aufzubauen.
Die Versteigerung der WiMAX-Lizenzen dauerte nur wenige Tage. Zusammengekommen sind immerhin 56 Millionen Euro. Selbstverständlich kein Vergleich mit der astronomischen Summe von 50 Milliarden Euro, die vor einigen Jahren die UMTS-Lizenzen gekostet haben. Die Branche ist nach der zögerlichen Annahme der UMTS-Dienste vorsichtig geworden. Dies spiegelt auch die geringe Teilnehmerzahl an der WiMAX-Auktion wieder. Nur sechs Firmen bekundeten ihr Interesse.
Mehrere bundesweite Funk-DSL-Netze werden aufgebaut
Das niedersächsische Telekommunikationsunternehmen EWE Tel schied schon vorzeitig aus der Auktion aus. Den Verantwortlichen des Unternehmens war der Preis zu hoch. Die verbliebenen fünf Anbieter sind letztendlich alle zum Zug gekommen. Bundesweite Lizenzen haben die Deutsche Breitband Dienste (DBD), die Inquam Broadband GmbH und das Luxemburger Unternehmen Clearwire Europe S.á.r.l. erhalten. Alle kündigten an, in den kommenden Jahren flächendeckende WiMAX-Netze aufzubauen. Die Anbieter Televersa und MGM Productions Group S.R.L. ersteigerten Lizenzen für einzelne Regionen in Bayern.
Erste Ankündigungen für neue Angebote
Im Zusammenhang mit der WiMAX-Auktion sind auch schon erste Ideen für neue Angebote veröffentlicht worden. Fabio Zoffi, CEO der DBD, kündigte unlängst an, dass seine Kunden das Internet in Zukunft kostenlos per WiMAX nutzen können. Voraussetzung sei ein Telefonanschluss bei der DBD, der ebenfalls per Funk realisiert wird. Womöglich steht der stark gebeutelten Deutschen Telekom somit eine ernsthafte neue Konkurrenz ins Haus. Damit aus den vollmundigen Ankündigen auch Realität wird, kontrolliert die Bundesnetzagentur, unter deren Aufsicht die Auktion stattfand, den Ausbau aller fünf WiMAX-Angebote an Hand von vertraglichen Vorgaben in regelmäßigen Abständen.
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