DSL News
DSL-Markt ordnet sich neu
In naher Zukunft sind einige Veränderungen auf dem deutschen DSL-Markt zu erwarten: Freenet und Tele2 nehmen schnelle Internetzugänge ohne Telefonanschluss der Telekom ins Angebot. Nach AOL möchte möglicherweise auch Tiscali sein Zugangsgeschäft verkaufen.
Einige DSL-Anbieter gehen - andere preschen dafür umso mehr in den Vordergrund. Der Markt ist in Bewegung und wird in den kommenden Monaten einige Neuerungen für die Kunden parat haben.
DSL ohne Telekom-Anschluss
Eine interessante Veränderung steht bei den DSL-Anbietern Freenet und Tele2 ins Haus. Beide Unternehmen verkaufen bisher ausschließlich Resale-Anschlüsse an ihre Kunden. In der Preisgestaltung ihrer DSL-Anschlüsse sind sie relativ eingeschränkt, da für den Wiederverkauf keine großen Spielräume zur Verfügung stehen. Außerdem brauchen die Kunden weiterhin einen Telefonanschluss der Telekom, obwohl sie auch problemlos über den DSL-Zugang telefonieren können. Um sich weniger abhängig von der Telekom zu machen, haben Freenet und Tele2 nun Vereinbarungen mit dem Kölner Netzbetreiber QSC getroffen. QSC betreibt ein großes deutschlandweites Glasfasernetz, an das auch Kunden ohne Telefonanschluss der deutschen Telekom angeschlossen werden können. Freenet legt schon im September mit seinem "freenetKomplett"-Angebot los. Die Preise beginnen bei knapp 30 Euro im Monat für den 1 Mbit/s-DSL-Anschluss und eine DSL-Flatrate. Tele2 peilt den Start für das kommende Jahr an.
Deutscher Markt nicht für jeden lukrativ
Im Gegensatz zu Freenet und Tele2 überdenken die Internetanbieter AOL und Tiscali ihre Aktivitäten auf dem deutschen Markt. AOL möchten das Zugangsgeschäft loswerden und sich zukünftig als reiner Portal-Anbieter positionieren. Tiscalis Pläne sind bisher noch nicht bekannt. Durchgesickert ist nur, dass man sich derzeit Gedanken über das weitere Vorgehen auf dem deutschen DSL-Markt macht. Sowohl ein Verkauf der Aktivitäten, als auch Partnerschaften sind eine denkbare Lösung.
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