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DSL-Einwahldaten sind nicht gleich DSL-Einwahldaten
DSL-Kunden, die einen Tarifwechsel an ihrem bisherigen Zugangstarif oder Änderungen am Telefonanschluss vornehmen, sollten genau hinschauen, mit welchen Daten sie zukünftig weitersurfen. Ansonsten können aus einer kleinen Falscheingabe riesige Kosten entstehen, wie ein jetzt bekannt gewordener Fall eines Bonner Telekom-Kunden zeigt.
Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet in seiner gestrigen Ausgabe von einem Telekom-Kunden, der sich im vergangenen März für einen neuen T-Com-Tarif mit DSL-Flatrate entscheidet. Weil ihm keine neuen Zugangsdaten für den DSL-Zugang mitgeteilt werden, nutzt er einfach seine alten T-Online-Daten weiter. Er glaubt, seine Internet-Touren wären damit von der neuen DSL-Flatrate abgedeckt.
Statt Flatrate weiterhin Abrechnung nach Minuten
Doch weit gefehlt. Leider kann die Deutsche Telekom den Zusammenhang zwischen den alten Zugangsdaten und der neuen Flatrate nicht erkennen. Daher berechnet sie den DSL-Zugang weiterhin pro Minute. Bei einer Onlinezeit von 24 Stunden pro Tag entstehen jeden Monat Kosten von bis zu 1000 Euro. Von dieser Summe geschockt, telefoniert der Bonner T-Com-Kunde sofort nach Erhalt der ersten Rechnung mit der Hotline des Konzerns. Er verweist darauf, dass diese Rechnungshöhe einfach nicht sein könne. Helfen kann ihm jedoch vorerst keiner - stattdessen flattern monatlich weitere Rechnungen mit haarsträubenden Beträgen in seinen Briefkasten.
Telekom zeigt sich kulant
Erst jetzt wird das Problem aufgelöst. Der T-Com-Kunde hat den folgenschweren Fehler gemacht, sich mit der alten Benutzerkennung ins Internet einzuwählen. Die Telekom reagiert jedoch kulant und berechnet nun rückwirkend nur die Summe, die für den neuen Anschluss inklusive DSL-Flatrate angefallen ist. Alle anderen Rechnungen werden storniert.
