DSL News

11.09.2006

Breitband für alle bis 2012

Die Telekom verspricht eine schnellere Umstellung der Übertragungstechnik auf den Internet-Standard (IP) als ursprünglich geplant. So werde das Unternehmen „allen Bundesbürgern bis zum Jahr 2012 einen breitbandigen Internet-Anschluss liefern können”. Nebeneffekt: ein drastischer Stellenabbau.

Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke, der bis vor kurzem noch um seine Stelle bangen musste, hat nun umfangreiche Umbaupläne für die finanzielle Sanierung des Telekom-Konzerns vorgelegt. Mit dem Aufsichtsrat auf seiner Seite plant er drastische Sparmaßnahmen und eine Neu-Strukturierung des Unternehmens. Denn allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres hatte der ehemalige Monopolist rund eine Million Festnetzkunden verloren.

Drastischer Stellenabbau

Um fünf Milliarden Euro will die Telekom ihre Kosten bis 2010 senken. Das lässt sich nur mit einem drastischen Stellenabbau realisieren. Ricke hatte dem Aufsichtsrat einen Sieben-Punkte-Plan vorgelegt. Dieser sieht allein im IT-Bereich ein Sparpotenzial von einer Milliarde Euro vor. Doch auch bei Vertrieb und Verwaltung soll zukünftig kräftig gespart werden.

Positiver Effekt?

Der Stellenabbau lässt sich nur über eine schnelle Umstellung der Übertragungstechnik auf den Internet-Standard (IP) realisieren. Diese Technik benötige weitaus weniger Arbeitskräfte und ermögliche spätestens 2012 deutschlandweit einen Breitbandanschluss.